Halbzeit beim Rad- und FußverkehrsplanerIn.BW 2026

Die Teilnehmenden des Zertifikatslehrgangs Rad- und FußverkehrsplanerIn.BW 2026 haben mit den ersten beiden Modulen und der begleitenden Fachexkursion die Halbzeit des Lehrgangs erreicht und dabei wertvolle Einblicke in aktuelle Ansätze der Fuß- und Radverkehrsplanung gewonnen. Im ersten Modul stand die Bedeutung des Rad- und Fußverkehrs als zentraler Bestandteil einer nachhaltigen Mobilität im Mittelpunkt.

© Stadt Mannheim / Pia Kempe

Die Teilnehmenden beschäftigten sich unter anderem mit integrierter Stadt- und Verkehrsplanung, den Zielen nachhaltiger Mobilitätsentwicklung, deren wirksamer Kommunikation sowie erfolgreichen Praxisbeispielen aus Baden-Württemberg. Ziel war es, ein gemeinsames Verständnis für die Rolle des Fuß- und Radverkehrs in zukunftsfähigen Mobilitätssystemen zu entwickeln.

Während der zweitägige Fachexkursion in die Metropolregion Rhein-Neckar konnten zahlreiche Best-Practice-Projekte besichtigt und mit Fachleuten diskutiert werden. Stationen waren unter anderem:

  • Schwetzingen mit dem Schlossplatz und der Mannheimer Straße als Beispielen für die Umgestaltung öffentlicher Räume zugunsten des Fuß- und Radverkehrs, dem Rondell sowie der Trasse des geplanten Radschnellwegs Richtung Heidelberg
  • Heidelberg mit der Bahnstadt als Vorreiterquartier nachhaltiger Stadtentwicklung, der Da-Vinci-Brücke als wichtiger Verbindung für den Fuß- und Radverkehr sowie weiteren Beispielen für die Neuaufteilung und Vernetzung von Verkehrsflächen in der Weststadt und in Bergheim
  • Mannheim mit dem Willy-Brandt-Platz, der Augustaanlage, dem Radschnellweg RSV 15 als Beispiel für eine attraktive und effiziente Pendlerverbindung im Radverkehr, dem Spinelli-Quartier, dem FRANKLIN-Steg, der Neckarstadt West, dem Swanseaplatz, dem Toulonplatz und der Bismarckstraße

Die Exkursion bot die Gelegenheit, erfolgreiche Maßnahmen, aktuelle Herausforderungen und die konkrete Wirkung einer fuß- und radverkehrsfreundlichen Stadtentwicklung direkt vor Ort zu erleben und zu diskutieren.

Im zweiten Modul rückten die technischen Grundlagen der Rad- und Fußverkehrsplanung in den Fokus. Die Teilnehmenden vertieften ihre Kenntnisse zu Entwurfsregelwerken und Standards für den Rad- und Fußverkehr und setzten sich mit der Planung attraktiver, sicherer und barrierefreier Verkehrsanlagen auseinander. Weitere Schwerpunkte waren die Netzplanung für den Rad- und Fußverkehr, die Anwendung der Regelwerke ERA und EFA sowie Praxisbeispiele aus Kommunen der AGFK-BW. Eine begleitende Fachexkursion ergänzte die Inhalte und bot die Möglichkeit, planerische Ansätze direkt vor Ort zu diskutieren und einzuordnen.

Am Lehrgang nehmen 25 Fachkräfte aus 17 Städten und vier Regierungspräsidien teil. Sie kommen aus Landkreisen, Stadtverwaltungen, Verkehrs- und Planungsbehörden in ganz Baden-Württemberg und vertiefen im Rahmen der Weiterbildung ihre Kompetenzen zur Förderung des Fuß- und Radverkehrs.

© BWIM

Martín Bejarano, Ansprechpartner für die Teilnehmenden des Zertifikatslehrgangs am BWIM-Standort Hochschule Karlsruhe, zieht zur Halbzeit eine positive Bilanz: „Besonders beeindruckt mich der intensive Austausch zwischen den Teilnehmenden. Trotz unterschiedlicher beruflicher Hintergründe verbindet sie das gemeinsame Ziel, den Fuß- und Radverkehr voranzubringen. Die Exkursion hat dabei gezeigt, wie wertvoll der direkte Blick auf umgesetzte Projekte und der Austausch über Erfahrungen aus der Praxis sind.“

Das BWIM konzipiert und organisiert den Zertifikatslehrgang Rad- und FußverkehrsplanerIn.BW gemeinsam mit der AGFK-BW, dem Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg und dem Institut für Wissenschaftliche Weiterbildung der Hochschule Karlsruhe. Ziel ist es, Fachkräfte in Kommunen und Verwaltungen dabei zu unterstützen, attraktive, sichere und alltagstaugliche Bedingungen für den Fuß- und Radverkehr zu schaffen und Mobilität vor Ort nachhaltig weiterzuentwickeln.