Arbeitskreis des Bayerischen Landtags informiert sich über mobi.mapr

Wie können Mobilitätsdaten politische Entscheidungsprozesse unterstützen? Mit dieser Fragestellung besuchte der Arbeitskreis Ökologie & Ökonomie der Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen im Bayerischen Landtag das BWIM an der Hochschule Karlsruhe im Rahmen seiner jährlichen Informationsreise.

Institutsleiter Christoph Hupfer führt in den mobi.mapr ein.

Im Mittelpunkt stand das vom BWIM entwickelte Datentool mobi.mapr, das Mobilitätsdaten visuell aufbereitet und räumliche sowie verkehrliche Zusammenhänge nachvollziehbar macht. Nach der Begrüßung durch HKA-Rektorin Rose Marie Beck erhielten die Teilnehmenden Einblicke in die Anwendungsmöglichkeiten und den Nutzen für den fachlichen Austausch.

Anhand konkreter Fragestellungen erkundete die Delegation die Möglichkeiten von mobi.mapr: Wie steht es um die Alltagsmobilität in Bayern? Wie gut sind eigentlich Bahnhöfe in Bayern erreichbar? Wo bestehen Versorgungslücken bei der Ladeinfrastruktur? Und wie selbstständig können Kinder ihre Alltagsziele erreichen?

Im anschließenden fachlichen Austausch wurde deutlich, wie vielfältig die Herausforderungen der Mobilitätsentwicklung sind – insbesondere im ländlichen Raum. Gemeinsam mit Institutsleiter Prof. Dr. Christoph Hupfer, der stellvertretenden Institutsleiterin Prof. Dr. Claudia Hille sowie den Wissenschaftler*innen Marc Le Large und Mikeala Sparks diskutierte die Delegation zentrale Themen wie verlässliche Erreichbarkeit, flexible Mobilitätsangebote, die Rolle des Radverkehrs sowie politische und gesellschaftliche Rahmenbedingungen. Auch die Übertragbarkeit von Ansätzen aus Baden-Württemberg auf Bayern wurde thematisiert.

Das Fazit des Besuchs: Mobilitätsdaten liefern Orientierung, nicht Entscheidungen. Sie machen Muster und Zusammenhänge sichtbar und schaffen so eine fundierte Grundlage für politische Diskussionen. Welche Maßnahmen daraus abgeleitet werden, hängt von den jeweiligen Rahmenbedingungen und politischen Zielsetzungen ab. Die Visualisierung in mobi.mapr unterstützt diesen Prozess, indem sie komplexe Daten zugänglich macht.

>>> bw-im.de/mobimapr