Modul 2 – Mobilitätsmanagement

Modul 2: Mobilitätsmanagement

Präsenzwoche (Mobilitätsmanagement)

Die erste Präsenzwoche des Moduls soll den Teilnehmenden den vollen Umfang des Mobilitätsmanagements vermitteln. Dazu werden auch immer wieder konkrete Beispiele aufgezeigt, um eine erfolgreiche Umsetzung vorzustellen. Die Teilnehmendensollen die Möglichkeiten und Ansatzpunkte des Mobilitätsmanagements kennenlernen und den sicheren Umgang damit erlernen.

Lerninhalte

Elemente des Mobilitätsmanagements, Management und Etablierung von Prozessen

Betriebliches Mobilitätsmanagement für Verwaltung und Unternehmen

Mobilitätsmanagement für Regionen und Landkreise

Es werden die grundsätzlichen Ziele und Ausrichtungen des Mobilitätsmanagements behandelt. Es soll aufgezeigt werden wie sich Mobilitätsmanagement vom Verkehrsmanagement abgrenzt. Darüber hinaus werden die Handlungsfelder des Mobilitätsmanagements aufgezeigt und für die folgenden Lehreinheiten vorbereitet.

Definitionen, Rahmenbedingungen und Motive des betrieblichen Mobilitätsmanagements werden in dieser Einheit näher betrachtet. Das betriebliche Mobilitätsmanagement wird als systematisches und standortspezifisches Instrument aufgezeigt und dabei die Rolle von Mobilitätsbeauftragten betrachtet.

Es werden Raumstrukturen und Raumplanungen in Baden-Württemberg und Deutschland unter Behandlung geltender Richtlinien und Gesetzgebung näher betrachtet. Ein Schwerpunkt liegt bei den Nahverkehrsplänen unter Betrachtung der Aufstellung, inhaltliche Auswirkungen und die rechtliche Einordung des ÖPNVG des Landes sowie PbefG des Bundes.

Kommunales Mobilitätsmanagement

Zielgruppenspezifisches Mobilitätsmanagement

Förderinstrumente in Baden-Württemberg

Hier wird die Mobilität ohne Fahrzeugbesitz inkl. Multimodales Sharing unter dem kommunalen Kontext thematisiert. Inhalte sind weiter Mobilitätsstationen, die Verknüpfung von Verkehrsanlagen, Nutzen und Rollen von Gemeinden sowie Akteure, Leitfäden und Beratungskonzepte. Weiter wird auch die Rahmenplanung im Bereich Mobilität mit Fördermöglichkeiten und Pilotprojekten in Gemeinden betrachtet.

Die nähere Untersuchung der einzelnen Zielgruppen und derer Anforderungen ist ein wichtiger Baustein für das Mobilitätsmanagement. Die systematische Vorgehensweise wird dabei betrachtet und mit den Teilnehmenden diskutiert.

Betrachtet werden die Zielsetzung und Zielgruppen der verschiedenen Förderprogramme sowie die aktuelle Förderlandschaft von EU-, Bund-, und Ländern. Aufgeschlüsselt werden die Fördermöglichkeiten von Individualverkehr, Fuß- und Radverkehr, öffentlicher Personenverkehr aber auch Städtebau und Öffentlichkeitsarbeit.

Partizipationsformen

Mobilitätspakte in Baden-Württemberg

Verkehrsmodellierung

Die Partizipation nimmt immer mehr an Bedeutung zu. Es werden zum einen klassische Partizipationsformen in deren Form und Anwendung und zum anderen Reallabore betrachtet. Für die Reallabore werden Beispiel-Projekte herangezogen und die Zielsetzung sowie Methodik beleuchtet.

Die Idee und Zielsetzung von Mobilitätspakten werden dargestellt. Es wird Bezug auf die Plattform, die Struktur und Vorgehensweise sowie auf Akteure und Potentiale genommen. Zur Veranschaulichung werden aktive und in Gründung befindliche Mobilitätspakte in deren Entstehung und Organisation sowie Maßnahmen und Wirkungen vorgestellt.

 

Verkehrsmodelle spielen eine wichtige Rolle in der Beurteilung von Maßnahmen und deren Wirkung. Doch diese in den Modellen richtig darzustellen, stellt in einigen Fällen eine größere Herausforderung dar. Schwerpunkt dieser Einheit stellt die Beantwortung und Behandlung von konkreten Fragen der Teilnehmenden zum Thema der Verkehrsmodellierung dar.

Übungsaufgaben

Mobilitätsmanagement

Die vorbereitende Übung für die erste Präsenzwoche des zweiten Moduls soll an einem Projekt aus der eigenen Berufspraxis durchgeführt werden. Es soll eine Bestandsanalyse mit Zielen, Potentialen, Maßnahmen und deren Wirkungen erstellt werden, welche als Grundlage für das Mobilitätsmanagement dient.

 

Persönliche Mobilität

Diese Übung stellt die eigene Mobilität in den Fokus. Hierbei soll die Frage „Was könnte meine persönliche Mobilität, die meiner Freunde und Familie verändern?“ beantwortet werden. Die Teilnehmenden erstellen einen Konzeptentwurf für ein passendes Mobilitätsangebot mit Ideen, Produkten, Konzepten und Maßnahmen jeglicher Art. Es ist darüber hinaus zu begründen, warum die Mobilität mit dem Konzept beeinflusst wird.

 

Experiment „Mobilitätsberatung“

In diesem Experiment sollen die Teilnehmenden sich erarbeiten, was die Mobilität von anderen verändern könnte. Im Rahmen einer Diskussion soll die wesentliche Problemstellung in der Gruppe erfasst werden und daraus gemeinsam ein Pilot-Projekterarbeitet werden. Die Ideen sollen auch im Hinblick auf Fördermöglichkeiten begründet und das Experiment mit einer Wirkungsanalyse und einem Evaluationsvorschlag abgeschlossen werden.

Präsenzwoche (Mobilitätsmanagement konkret)

Die Teilnehmenden sollen sich selbst und ihre Meinung in Diskussionen kommunizieren und konstruktiv Verteidigen lernen. Durch den Aufbau als Workshop sollen die Teilnehmenden alles Gelernte praktisch aneinander anwenden und dadurch für die spätere Berufspraxis optimal vorbereitet werden. Schwerpunkt soll es zudem sein, zu lernen, sich in schwierigen Situationen zu behaupten.

Lerninhalte

Haltung und erfolgreiche Kommunikation

Positiv steuern mit positiven Effekten

Unerwartete Situationen souverän meistern

Behandelt werden die Haltung als Grundvoraussetzung für erfolgreiche Kommunikation. Darauf aufbauend werden die wichtigsten Modelle der Kommunikation (ICH-Botschaften, Aktives Zuhören, Eisbergmodell mit vier Ebenen) betrachtet und durch Übungen praktisch gefestigt.

Aufbauend auf die vorangegangene Einheit werden hier psychologische Effekte zur positiven Steuerung vermittelt. Dazu gehören z.B. Begründungen, Commitment & Konsistenz, Reziprozität, Anker-Heuristik, Sympathie und soziale Bewährtheit.

Es erfolge Rollenspiele mit Coaching zu Situationen am Arbeitsplatz und in der Partizipation. Dazu werden eigene Fallbeispiele der Teilnehmenden gesammelt und konkret durchgespielt. Hier werden zudem Themen wie der Umgang mit Angriffen und positives Formulieren aufgegriffen und in die Rollenspiele eingebaut.

Übungsaufgabe

Übung am eigenen Beispiel

Die Teilnehmenden erhalten die Möglichkeit den mündlichen Vortrag des Abschlusskolloquiums (unter erschwerten Bedingungen) vor der Gruppe zu üben und dabei Präsentationstechniken sowie die Inhalte der zuvor genannten Einheiten anzuwenden und zu verbessern.

Praxisarbeit

Ausformulierung und praktische Umsetzung eines Themas aus der Berufspraxis im Bezug zu Mobilitätsmanagement und nachhaltige Mobilität.

Lerninhalte

Praxisarbeit: „Entwicklung von Maßnahmen zur Stärkung Nachhaltiger Mobilität vom eigenen Arbeitsplatz aus“

Abschlusspräsentation

Das Thema der Praxisarbeit ist aus den Inhalten der beiden Module „Nachhaltige Mobilität“ und „Mobilitätsmanagement“ zu wählen und sollte einen Bezug zur Berufspraxis des Teilnehmenden aufweisen.

In der Abschlusspräsentation werden die Inhalte der Praxisarbeit der Prüfungskommission vorgetragen und anschließend erörtert.

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